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Trenbolon vs. Testosteron: warum „fünfmal stärker" nicht stimmt — und was der Vergleich wirklich zeigt

Der meistzitierte Satz über Trenbolon lautet, es sei rund fünfmal so stark wie Testosteron. Es gibt eine Bindungsstudie am menschlichen Androgenrezeptor, die genau das gemessen hat — und sie kommt zu einem anderen Ergebnis: Trenbolon…

Trenbolon vs. Testosteron: warum „fünfmal stärker" nicht stimmt — und was der Vergleich wirklich zeigt

Der meistzitierte Satz über Trenbolon lautet, es sei rund fünfmal so stark wie Testosteron. Es gibt eine Bindungsstudie am menschlichen Androgenrezeptor, die genau das gemessen hat — und sie kommt zu einem anderen Ergebnis: Trenbolon bindet ungefähr so stark wie Dihydrotestosteron, nicht fünfmal so stark wie Testosteron. Die Verhältniszahl 500:500 stammt aus einem Rattenassay und lässt sich auf keine indexierte Primärstudie zurückführen.

Der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Substanzen liegt woanders, und er ist größer als jede Verhältniszahl: Zu Testosteron existieren kontrollierte Humanstudien mit Kilogramm-Angaben. Zu Trenbolon existiert keine einzige. Nicht zu Muskelmasse, nicht zu Kraft, nicht zu Blutfetten. Trenbolon wurde nie für den Menschen zugelassen; seine gesamte anabole Datenbasis ist Nagetierliteratur.

Dieser Artikel vergleicht beide Substanzen entlang dessen, was tatsächlich belegt ist. Wie Trenbolon am Rezeptor wirkt und warum die Progesteron-Frage so hartnäckig falsch beantwortet wird, behandelt Trenbolon Wirkung mit den Bindungsdaten und der Herkunft der Verhältniszahl; das vollständige Nebenwirkungsprofil einschließlich der Prolaktin-Frage steht in Trenbolon Nebenwirkungen mit den Umfragedaten und der Einordnung der Fallberichte.

Trenbolon und Testosteron im direkten Vergleich

TestosteronTrenbolon
Substanzklassekörpereigenes Androgensynthetisches 19-Nortestosteron
Humanzulassungja, weltweitnie, in keinem Land
Kontrollierte Humanstudienzahlreich, seit Jahrzehntenkeine
Rezeptorbindung (humaner AR)Referenzähnlich wie DHT — nicht 5×
Aromatisierungjanein
SHBG-Bindungvorhandendeutlich geringer als DHT
Progesteronrezeptorneinbindet — am Rinderrezeptor gemessen
17α-alkyliertneinnein
Humane Lipiddatenvorhandenkeine
UrsprungHumanmedizinRindermast

Ist Trenbolon wirklich fünfmal so stark wie Testosteron?

Nein. Die einzige Untersuchung, die die Bindung von Trenbolon an den menschlichen Androgenrezeptor gemessen hat, fand eine Affinität ähnlich der von Dihydrotestosteron — nicht das Fünffache von Testosteron. Die Angaben „fünfmal so stark", „drei- bis fünffache Affinität" und die Verhältniszahl 500:500 lassen sich auf keine indexierte Primärstudie am Menschen zurückführen. Sie stammen aus Rattenassays und aus einem Fachbuch von 1969.

Die Studie ist Characterisation of the affinity of different anabolics and synthetic hormones to the human androgen receptor, human sex hormone binding globulin and to the bovine progestin receptor (Bauer und Kollegen, APMIS 2000). Sie maß drei Dinge, und alle drei sind für den Vergleich relevant.

Erstens die Rezeptorbindung. 17β-Trenbolon bindet den rekombinanten humanen Androgenrezeptor mit einer Affinität in der Größenordnung von DHT. Das ist hoch — aber es ist nicht die Zahl, die im Netz kursiert.

Zweitens die SHBG-Bindung. Trenbolon bindet deutlich schwächer an das Sexualhormon-bindende Globulin als DHT. Das ist praktisch bedeutsam: Ein geringerer gebundener Anteil bedeutet einen höheren frei verfügbaren Anteil bei gleicher Menge.

Drittens die Metaboliten. Die Abbauprodukte 17α-Trenbolon und Trendion fallen auf unter fünf Prozent der Aktivität der Ausgangssubstanz.

Was daraus folgt: Trenbolon wirkt in der Praxis tatsächlich stärker als dieselbe Milligrammzahl Testosteron — aber nicht wegen der Rezeptoraffinität. Der Unterschied entsteht daraus, dass Trenbolon nicht aromatisiert, also keinen Wirkstoffanteil an die Östrogenbildung verliert, und dass weniger davon an SHBG gebunden wird. Das ist ein Verfügbarkeitseffekt, kein Potenzeffekt am Rezeptor.

Woher stammt die Verhältniszahl 500:500?

Aus einem Rattenversuch. Die Zahl 500:500 entstammt dem Hershberger-Assay, bei dem an kastrierten Nagern das Wachstum eines einzelnen Muskels gegen die Wirkung auf die Vorsteherdrüse verrechnet wird. Tabelliert wurde sie in einem pharmakologischen Fachbuch von 1969. Eine indexierte Primärstudie, die für Trenbolon „500:500" ausweist, existiert nicht.

Bemerkenswert ist, was in der klassischen Bindungsstudie zu anabolen Steroiden fehlt: Die vielzitierte Arbeit von Saartok und Kollegen aus dem Jahr 1984, die die relative Bindungsaffinität zahlreicher anaboler Steroide an Muskel- und Prostatarezeptoren rangierte, enthält Trenbolon überhaupt nicht — und arbeitete zudem an Ratten- und Kaninchengewebe.

Diese Verhältniszahlen ordnen Substanzen grob ein. Sie eignen sich nicht dafür, Dosierungen zwischen Wirkstoffen umzurechnen, und sie sagen nichts über die Wirkung beim Menschen aus. Bei Testosteron lautet die Referenz „100:100" — auch das ist eine Setzung, kein Messwert.

Was ist bei Testosteron belegt — und was bei Trenbolon?

Bei Testosteron existieren kontrollierte Humanstudien mit konkreten Zahlen: In einer randomisierten Untersuchung an gesunden Männern führten 600 Milligramm Testosteron-Enantat wöchentlich über zehn Wochen in Kombination mit Krafttraining zu einem Zuwachs von rund 6 Kilogramm fettfreier Masse. Bei Trenbolon existiert nichts Vergleichbares — keine kontrollierte Humanstudie zu Muskelmasse, Kraft oder Körperzusammensetzung, für keinen Endpunkt.

Die Testosteron-Daten stammen aus der Arbeit von Bhasin und Kollegen, The effects of supraphysiologic doses of testosterone on muscle size and strength in normal men (New England Journal of Medicine 1996) — bis heute die Referenzstudie für supraphysiologische Testosterondosen.

Für Trenbolon sieht die Lage so aus:

StudientypTestosteronTrenbolon
Randomisierte kontrollierte Studienzahlreichkeine
Dosisfindungsstudienvorhandenkeine
Pharmakokinetik beim Menschenvorhandenkeine
Lipidprofil beim Menschenvorhandenkeine
Anabole WirkungHumanstudiennur Nagetiere
Querschnittsbefragungenvorhandenvorhanden
Einzelfallberichtevorhandenvorhanden

Die anabole Wirkung von Trenbolon ist an kastrierten Ratten untersucht worden (17β-Hydroxyestra-4,9,11-trien-3-one (trenbolone) exhibits tissue selective anabolic activity, Am J Physiol Endocrinol Metab 2011) und in einer weiteren Rattenstudie zu Körperzusammensetzung und Insulinsensitivität (Improvements in body composition, cardiometabolic risk factors and insulin sensitivity with trenbolone in normogonadic rats, Steroids 2015).

Das ist keine Kleinigkeit. Wer die im deutschen Netz kursierenden „5 bis 9 Kilogramm trockene Muskelmasse" liest, liest eine Zahl, für die kein Mensch je gemessen wurde. Was sich seriös sagen lässt: Trenbolon bindet stark an den Androgenrezeptor, aromatisiert nicht und wird von Anwendern konsistent als sehr wirksam beschrieben — die Quantifizierung fehlt.

Warum bleibt Testosteron die Basis?

Testosteron bleibt in jeder Kombination die Basis, weil Trenbolon die körpereigene Produktion unterdrückt, aber selbst kein Östradiol liefert. Östradiol ist beim Mann kein Nebenprodukt, sondern für Libido, Stimmung, Knochendichte und den Fettstoffwechsel erforderlich. Eine Kur mit Trenbolon ohne Testosteronbasis erzeugt deshalb einen Zustand, den Anwender als Antriebs- und Libidoverlust beschreiben — bei gleichzeitig unterdrückter Eigenproduktion.

Testosteron als BasisTrenbolon solo
Androgene Versorgungvorhandenvorhanden
Östradiolwird gebildetfehlt vollständig
Libido, Stimmungerhaltenhäufig eingebrochen
Knochenstoffwechselunterstütztohne östrogene Komponente
Eigenproduktionunterdrückt, ersetztunterdrückt, nicht ersetzt

Daraus ergibt sich die praktische Regel, die im deutschen Netz oft als Faustformel ohne Begründung auftaucht: Testosteron liefert die östrogene Grundversorgung, Trenbolon wird darauf aufgesetzt. Als Basis dient dabei üblicherweise Testosteron Enantat, dessen Halbwertszeit von rund viereinhalb Tagen eine wöchentliche Injektion erlaubt und dessen Blutspiegelverlauf publiziert ist; eine bereits abgestimmte Zusammenstellung beider Wirkstoffe ist die Trenbolon-Testosteron-Kur, die Basis und Aufbau in einem Paket bündelt.

Welche Milligrammzahlen dabei in welchem Verhältnis gefahren werden, mit welcher Injektionsfrequenz und über welche Kurlänge, schlüsselt Trenbolon Zyklus und Dosierung nach Ester und Erfahrungsstand auf, einschließlich der Blutbild-Zeitpunkte und des PCT-Startpunkts.

Wie unterscheiden sich die Ester?

Testosteron und Trenbolon werden beide in Esterform injiziert, und die Freisetzungsgeschwindigkeit bestimmt die Injektionsfrequenz. Für Testosteron liegen dazu publizierte pharmakokinetische Daten vor. Für Trenbolon nicht: Es existiert keine humane PK-Studie zu irgendeinem Trenbolon-Ester. Die kursierenden Halbwertszeiten sind Lehrbuch- und Erfahrungswerte.

EsterHalbwertszeitInjektionsfrequenzDatenlage
Testosteron Propionatca. 0,8 Tagejeden 2. Tagpublizierte PK
Testosteron Enantatca. 4,5 Tage1–2× pro Wochepublizierte PK
Trenbolon Acetatca. 1 Tagtäglich bis jeden 2. TagFaustregel
Trenbolon Enantatca. 7–11 Tage2× pro WocheFaustregel
Trenbolon Hexahydrobenzylcarbonatca. 14 Tage1–2× pro WocheFaustregel

Wie unsicher die Trenbolon-Werte sind, zeigt der Blick auf die deutschsprachige Konkurrenz: Für Trenbolon-Enantat nennt eine Seite „etwa fünf Tage", eine andere „rund zwölf Tage" — ein Unterschied um mehr als das Doppelte bei derselben Substanz. Wer sein Injektionsintervall an einer solchen Zahl ausrichtet, richtet es an einer Schätzung aus.

Welche Ester überhaupt erhältlich sind — Acetat, Enantat, Hexahydrobenzylcarbonat und die Mischpräparate — und worin sie sich in Konzentration und Darreichung unterscheiden, zeigt die Kategorie Trenbolon, aus der sich auch die Injektionsfrequenz für den jeweiligen Ester ableiten lässt.

Wo unterscheiden sich die Nebenwirkungen?

Die Unterschiede folgen aus der Chemie. Testosteron aromatisiert und erzeugt damit östrogenbedingte Wassereinlagerungen und ein Gynäkomastie-Risiko, das sich mit einem Aromatasehemmer steuern lässt. Trenbolon aromatisiert nicht — es bindet dafür an den Progesteronrezeptor, und es liegen belastbare Umfragedaten vor, nach denen Trenbolon-Anwender deutlich häufiger über Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Symptome berichten als andere Steroidanwender.

NebenwirkungTestosteronTrenbolon
Wassereinlagerungja, östrogenbedingtnein
Gynäkomastieüber Östradiol, mit AI steuerbarüber Progesteronrezeptor, Mechanismus beim Menschen ungeklärt
Nachtschweiß, Schlafstörungseltenhäufig berichtet
Stimmungsschwankungenmöglich23,6 % vs. 9,5 %
Reizbarkeitmöglich29,1 % vs. 12,9 %
Depressive Symptomemöglich23,6 % vs. 12,0 %
LipidprofilDaten vorhandenkeine Humanstudie
Aromatasehemmer nötigoftnicht für Trenbolon selbst

Die Prozentwerte stammen aus einer internationalen Querschnittsuntersuchung mit 1.146 Teilnehmern, die Steroidanwender mit und ohne Trenbolon verglich (The Trenbolo(g)ne Sandwich: An International Study Comparing Health Harms Among Men Who Use Anabolic-Androgenic Steroids With and Without Trenbolone, Drug Alcohol Rev 2026). Alle genannten Unterschiede waren statistisch hoch signifikant.

Zwei ehrliche Einschränkungen gehören dazu. Es handelt sich um Selbstauskünfte, nicht um Messungen. Und Trenbolon-Anwender nehmen im Durchschnitt mehr Substanzen in höheren Dosierungen — die Unterschiede lassen sich nicht sauber der einen Substanz zuordnen.

Zur Aggression, dem bekanntesten Trenbolon-Klischee, liegt eine gezieltere Untersuchung vor: In einer Befragung von 282 Anwendern war die Trenbolon-Dosis ausschließlich mit verbaler Aggression assoziiert, bei einem p-Wert von 0,045 (Examining the association between trenbolone, psychological distress, and aggression among males who use anabolic-androgenic steroids, Int J Drug Policy 2024, DOI 10.1016/j.drugpo.2024.104636). Ein grenzwertiger p-Wert auf einer einzelnen Teilskala ist etwas anderes als der im Netz beschriebene Kontrollverlust.

Und der Punkt, den keine deutsche Seite macht: Für Trenbolon existiert keine einzige humane Lipidstudie. Der gefürchtete Ruf ist eine Ableitung aus der fehlenden Aromatisierung — und genau diese Ableitung ist nach der vorliegenden Evidenz der falsche Treiber. Entscheidend für die HDL-Senkung sind der Applikationsweg und die 17α-Alkylierung, und Trenbolon ist injizierbar und nicht 17α-alkyliert. Warum das so ist, mit welchem Enzym es zusammenhängt und welche Substanzklassen tatsächlich die schweren Fälle erzeugen, erklärt Lipidprofil auf Kur anhand der Tag-für-Tag-Kurve und der Erholungszeiten nach dem Absetzen.

Was ist mit Prolaktin und Cabergolin?

Für Trenbolon existiert keine einzige Humanstudie, die den Prolaktinspiegel gemessen hat. Die verbreitete Annahme, Trenbolon hebe das Prolaktin und erfordere deshalb Cabergolin, ist eine Übertragung von Nandrolon aufgrund der strukturellen Verwandtschaft beider 19-Nortestosterone. Auch für Cabergolin selbst existiert keine Studie an Steroidanwendern — weder randomisiert noch als offene Serie.

Das ist die Stelle, an der der deutsche Beratungsstandard am weitesten von der Evidenz entfernt ist. Cabergolin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament mit einem realen Risikoprofil, unter anderem für Herzklappenveränderungen und Impulskontrollstörungen. Es wird in Foren und auf Ratgeberseiten als Routinebegleitung zu Trenbolon empfohlen, gestützt auf: eine Bindungsmessung am Rinder-Progesteronrezeptor und eine Analogie zu einer anderen Substanz.

Was sich sagen lässt: Trenbolon bindet an den Progesteronrezeptor — das ist gemessen. Ob daraus beim Menschen eine Gynäkomastie über diesen Weg entsteht und ob ein Prolaktinhemmer daran etwas ändert, ist nicht untersucht. Wer Symptome bemerkt, lässt Prolaktin und Östradiol messen, statt prophylaktisch zu medikamentieren.

Ist Trenbolon für dich geeignet?

Für die erste Kur ist Trenbolon die falsche Substanz, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Härte oder Toleranz zu tun hat: Wer noch nie ein Androgen genommen hat, kennt seine eigene Reaktion nicht — und Trenbolon ist die Substanz mit dem am schlechtesten dokumentierten Nebenwirkungsprofil im gesamten Feld. Sinnvoll ist es für erfahrene Anwender, die auf einer Testosteronbasis bereits mehrere Kuren dokumentiert haben.

Spricht dagegen:

  • Es wäre deine erste oder zweite Kur

  • Du hast noch nie eine reine Testosteronkur mit Blutbild dokumentiert

  • Du neigst zu Schlafproblemen oder Stimmungsschwankungen

  • Du planst keine Testosteronbasis

  • Du kennst deine Ausgangs-Blutwerte nicht

  • Du erwartest eine bezifferbare Kilogramm-Zahl — die gibt es nicht

Spricht dafür:

  • Du hast mehrere Testosteronkuren mit vollständigem Blutbild hinter dir

  • Du kennst deine Reaktion auf nicht aromatisierende Substanzen

  • Du fährst eine Testosteronbasis und setzt Trenbolon darauf auf

  • Du bist bereit, bei Stimmungsveränderungen abzusetzen statt gegenzusteuern

Was kostet der Unterschied?

Eine Trenbolonkur kostet erheblich mehr als eine reine Testosteronkur — nicht nur wegen des Wirkstoffpreises, sondern weil die Begleitkosten steigen. Zur ehrlichen Rechnung gehören die Testosteronbasis, ein Aromatasehemmer für diese Basis, häufigere Injektionen bei Acetat, die PCT-Medikation und mindestens drei Blutbilder.

PositionReine TestosteronkurMit Trenbolon
Wirkstoffeinfachbeide Substanzen
Aromatasehemmerfür Testosteronfür Testosteron
Injektionsmaterial1–2× pro Wochebei Acetat täglich bis jeden 2. Tag
PCT-MedikationPflichtPflicht
Blutbilder33, engmaschiger
Cabergolinneinnein — siehe oben

Die letzte Zeile steht bewusst mit einem Nein. Sie ist einer der häufigsten unnötigen Posten in dieser Kombination.

Die 5 häufigsten Einsteigerfehler

Die fünf häufigsten Fehler beim Vergleich der beiden Substanzen sind: Trenbolon anhand von Verhältniszahlen zu dosieren, ohne Testosteronbasis zu fahren, Cabergolin prophylaktisch einzuwerfen, Kilogramm-Angaben aus dem Netz als Erwartung zu übernehmen und Stimmungsveränderungen als Nebensache abzutun.

FehlerWarum es schiefgehtWas stattdessen
Nach 500:500 umrechnenRattenassay ohne Humanbezug; die Bindungsstudie sagt etwas anderesVerhältniszahlen ignorieren
Trenbolon solo fahrenunterdrückt die Eigenproduktion, liefert aber kein Östradiolimmer mit Testosteronbasis
Cabergolin prophylaktischkeine Humandaten zu Prolaktin unter Trenbolon, keine Studie zu Cabergolin bei Anwendernerst messen, dann entscheiden
Kilogramm-Erwartunges existiert keine Humanstudie zu Muskelmasse unter Trenboloneigene Blutwerte und Fotos als Maßstab
Stimmung als NebensacheReizbarkeit 29 % vs. 13 %, depressive Symptome 24 % vs. 12 %vorher festgelegtes Abbruchkriterium

Beide Substanzen sind in Deutschland verschreibungspflichtig; welche Normen dabei gelten, ab wann Besitz und Erwerb strafbar werden und wo die Mengengrenzen liegen, beschreibt Sind Steroide in Deutschland rezeptpflichtig? Die Gesetzeslage mit den einschlägigen Paragraphen des Arzneimittelgesetzes und des Anti-Doping-Gesetzes.

Glossar — die Begriffe aus diesem Artikel in einfachem Deutsch

BegriffBedeutung
19-NortestosteronSubstanzfamilie, der Trenbolon und Nandrolon angehören
AndrogenrezeptorAndockstelle in der Zelle, über die Androgene wirken
Bindungsaffinitätwie stark eine Substanz an einen Rezeptor bindet
DHTDihydrotestosteron, die stärker androgene Form des Testosterons
SHBGTransportprotein, das Androgene im Blut bindet und unwirksam hält
AromatisierungUmwandlung eines Androgens in Östrogen
Östradioldas wichtigste Östrogen, auch beim Mann erforderlich
Aromatasehemmer (AI)Medikament, das die Umwandlung blockiert
ProgesteronrezeptorAndockstelle für Gestagene; Trenbolon bindet dort
ProlaktinHormon der Hypophyse; wird mit Gynäkomastie in Verbindung gebracht
Cabergolinverschreibungspflichtiger Prolaktinhemmer
Esterangehängte Fettsäurekette, die die Freisetzung verlangsamt
HalbwertszeitZeit, in der die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut ist
Pharmakokinetik (PK)Lehre davon, wie ein Wirkstoff im Körper aufgenommen und abgebaut wird
Hershberger-AssayRattenversuch, aus dem die anabol-androgenen Verhältniszahlen stammen
QuerschnittsstudieMomentaufnahme einer Gruppe; zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Trenbolon fünfmal so stark wie Testosteron?

Nach der einzigen Bindungsstudie am menschlichen Androgenrezeptor nicht. Trenbolon bindet dort etwa so stark wie Dihydrotestosteron. Der praktische Wirkungsunterschied entsteht durch die fehlende Aromatisierung und die geringere SHBG-Bindung, nicht durch eine höhere Rezeptoraffinität.

Kann man Trenbolon ohne Testosteron fahren?

Sinnvoll ist das nicht. Trenbolon unterdrückt die körpereigene Produktion vollständig, liefert aber selbst kein Östradiol. Das Ergebnis ist ein Zustand ohne östrogene Grundversorgung — mit Libidoverlust, Antriebslosigkeit und Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel.

Wie viel Muskelmasse baut Trenbolon auf?

Dazu gibt es keine Zahl aus einer Humanstudie, weil keine existiert. Die im Netz kursierenden „5 bis 9 Kilogramm" sind unbelegt. Für Testosteron dagegen liegen kontrollierte Daten vor — rund 6 Kilogramm fettfreie Masse in zehn Wochen bei 600 mg wöchentlich mit Krafttraining.

Brauche ich Cabergolin zu Trenbolon?

Es gibt keine Humanstudie, die unter Trenbolon einen Prolaktinanstieg gemessen hat, und keine Studie zu Cabergolin bei Steroidanwendern. Bei Symptomen gehört Prolaktin gemessen, bevor ein verschreibungspflichtiger Prolaktinhemmer eingesetzt wird.

Was ist „Tren-Husten"?

Ein von Anwendern konsistent beschriebener Hustenreiz kurz nach der Injektion. Dazu existiert kein einziger publizierter Fallbericht und keine Mechanismusuntersuchung. Die kursierenden Häufigkeitsangaben — von unter einem Prozent bis dreißig Prozent — sind sämtlich unbelegt.

Senkt Trenbolon das HDL stärker als Testosteron?

Das ist unbekannt. Für Trenbolon existiert keine humane Lipidstudie. Nach dem, was über den Mechanismus bekannt ist, sind der Applikationsweg und die 17α-Alkylierung entscheidend — Trenbolon ist injizierbar und nicht alkyliert, was gegen eine besonders schwere Belastung spricht. Gemessen wurde es nie.

Welcher Trenbolon-Ester ist der beste?

Acetat erlaubt die feinste Steuerung und ist bei Problemen am schnellsten aus dem System, verlangt dafür aber tägliche bis zweitägige Injektionen. Enantat und Hexahydrobenzylcarbonat kommen mit ein bis zwei Injektionen pro Woche aus. Alle Halbwertszeitangaben sind Faustregeln ohne publizierte Humanstudie.

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Anabole Steroide sind in Deutschland verschreibungspflichtige Arzneimittel (§ 48 AMG i. V. m. AMVV). Der Erwerb und Besitz nicht geringer Mengen zu Dopingzwecken sowie der Handel sind nach dem Anti-Doping-Gesetz (§§ 2, 4 AntiDopG) strafbar; die zugrunde liegenden Mengen definiert die Dopingmittel-Mengen-Verordnung (DmMV). Verschreibungspflichtige Medikamente, die in diesem Artikel genannt werden, dürfen ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Bei akuten Warnzeichen suche sofort einen Arzt oder die Notaufnahme auf. Konsultiere vor der Anwendung leistungssteigernder Substanzen immer einen qualifizierten Arzt oder Facharzt (z.B. Endokrinologen, Kardiologen, Nephrologen oder Sportmediziner). Die Autoren übernehmen keine Haftung für gesundheitliche Schäden durch unsachgemäße Anwendung.

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